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Kalt extrahiert statt kaltgepresst – warum moderne Premium-Olivenöle heute anders hergestellt werden

Handgeerntetes griechisches Olivenöl aus eigenem Olivenhain | DRAGASIAS FOODS
2026-05-13 19:07:00 / Extra natives Olivenöl / Kommentare 0

Kalt extrahiert statt kaltgepresst – warum moderne Premium-Olivenöle heute anders hergestellt werden

Wer sich mit hochwertigem Olivenöl beschäftigt, stößt fast überall auf denselben Begriff: „kaltgepresst“.
Auf Flaschen, in Werbeanzeigen, bei Händlern, in Instagram-Posts oder sogar in Restaurantbeschreibungen wird das Wort inflationär verwendet – oft ohne fachlichen Hintergrund.

Die Realität ist jedoch:
Ein Großteil moderner Premium-Olivenöle wird heute gar nicht mehr klassisch gepresst, sondern kalt extrahiert.

Auch unser Dragasias Olivenöl wird ausschließlich kalt extrahiert – und genau das ist heute das modernere, kontrolliertere und schonendere Verfahren.


Warum „kaltgepresst“ oft falsch verwendet wird

Viele Menschen verbinden „kaltgepresst“ automatisch mit Qualität. Das war früher nachvollziehbar, denn traditionelle Olivenöle wurden tatsächlich mit hydraulischen Pressen hergestellt.

Heute arbeiten moderne Olivenmühlen jedoch überwiegend mit geschlossenen Extraktionssystemen und Zentrifugen.

Trotzdem wird der Begriff „kaltgepresst“ weiterhin überall genutzt:

  • auf Etiketten,
  • in Werbung
  • bei Wiederverkäufern
  • von Influencern
  • auf Social Media
  • in Onlineshops

Oft schlicht deshalb, weil der Begriff bekannter ist – nicht weil das Öl tatsächlich gepresst wurde.

Viele Vermarkter übernehmen Begriffe ungeprüft oder wissen selbst nicht, wie modernes Olivenöl produziert wird.

Dabei gibt es einen klaren Unterschied.


Was bedeutet „kalt extrahiert“?

Bei der Kaltextraktion wird das Olivenöl mechanisch aus der Olivenmasse gewonnen – jedoch ohne klassische Pressung.

Nach der Ernte werden die Oliven gereinigt und direkt verarbeitet. Anschließend werden die ganzen Früchte zu einer homogenen Olivenpaste vermahlen.

Danach erfolgt die eigentliche Extraktion:
Das Öl wird mithilfe moderner Zentrifugentechnik von Wasser und Fruchtbestandteilen getrennt.

Der entscheidende Vorteil:
Der gesamte Prozess läuft in einem weitgehend geschlossenen System ab.

Dadurch wird der Kontakt mit Sauerstoff deutlich reduziert.

Das schützt:

  • Aroma,
  • Frische,
  • Polyphenole,
  • natürliche Antioxidantien,
  • geschmackliche Intensität.

Genau deshalb gilt Kaltextraktion heute als besonders schonendes Verfahren für hochwertige native Olivenöle extra.


Warum Familie Dragasias ausschließlich kalt extrahiert

Bei unserem Dragasias Olivenöl steht die Qualität der Frucht im Mittelpunkt.

Hochwertiges extra natives Olivenöl entsteht nicht erst in der Mühle, sondern bereits:

  • im Olivenhain,
  • bei der Pflege der Bäume,
  • beim richtigen Erntezeitpunkt,
  • und bei der schnellen Verarbeitung nach der Ernte.

Je frischer die Olive verarbeitet wird, desto besser bleiben Geschmack und natürliche Inhaltsstoffe erhalten.

Unsere Oliven werden nach der Ernte direkt verarbeitet und ausschließlich kalt extrahiert.

Dabei achten wir konsequent auf:

  • niedrige Verarbeitungstemperaturen,
  • schnelle Verarbeitung,
  • minimale Oxidation,
  • maximale Frische.

Das Ergebnis ist ein Olivenöl mit:

  • fruchtigem Charakter,
  • natürlicher Schärfe,
  • feiner Bitterkeit,
  • hoher Aromadichte,
  • und vollem mediterranem Profil.

Temperatur ist entscheidend

Die Begriffe „kalt extrahiert“ und „erste Kaltpressung“ sind in der EU klar geregelt.

Für beide Verfahren gilt:
Die Verarbeitungstemperatur darf maximal 27 °C betragen.

Warum das wichtig ist?

Weil empfindliche Inhaltsstoffe wie Polyphenole, Vitamine und Aromastoffe hitzeempfindlich sind.
Zu hohe Temperaturen beeinträchtigen Qualität, Geschmack und Stabilität des Öls.


Ist kalt extrahiert besser als kaltgepresst?

Aus technischer Sicht: meistens ja.

Traditionelle Pressverfahren hatten einen Nachteil:
Die Olivenpaste war während der Verarbeitung stärker Sauerstoff ausgesetzt.

Das kann Oxidation fördern und die Qualität beeinträchtigen.

Die moderne Kaltextraktion ermöglicht dagegen:

  • kontrolliertere Bedingungen,
  • hygienischere Verarbeitung,
  • geringeren Sauerstoffkontakt,
  • stabilere Qualität.

Deshalb setzen viele hochwertige Produzenten heute bewusst auf Kaltextraktion statt auf klassische Pressung.


Woran lässt sich hochwertiges Olivenöl erkennen?

Nicht am Wort „kaltgepresst“.

Wichtiger sind:

  • die Frische der Oliven,
  • die schnelle Verarbeitung,
  • die Herkunft,
  • die Erntequalität,
  • der Geschmack,
  • und die Transparenz des Produzenten.

Ein hochwertiges natives Olivenöl extra lässt sich häufig daran erkennen:

  • fruchtigem Aroma,
  • leichter Bitterkeit,
  • angenehmer Schärfe im Abgang,
  • klarer Herkunft,
  • und sauberer Verarbeitung.

Fazit

„Kaltgepresst“ klingt traditionell und hochwertig – ist heute aber oft eher ein Marketingbegriff.

Moderne Premium-Olivenöle werden in vielen Fällen kalt extrahiert.
Auch bei Dragasias Olivenöl setzen wir bewusst auf dieses Verfahren, weil es Aroma, Frische und natürliche Inhaltsstoffe besonders schonend bewahrt.

Am Ende entscheidet nicht der Werbebegriff auf der Flasche, sondern die Qualität der Olive, die Sorgfalt der Verarbeitung und die Ehrlichkeit des Produzenten.


FAQ – Kaltgepresst oder kalt extrahiert?

Ist kalt extrahiert dasselbe wie kaltgepresst?

Nein. Beide Verfahren arbeiten unter niedrigen Temperaturen, aber die Technik unterscheidet sich.
Kaltgepresst arbeitet mit Pressen, kalt extrahiert mit modernen Zentrifugen.

Ist kaltgepresst automatisch besser?

Nein. Viele hochwertige Olivenöle werden heute bewusst kalt extrahiert.

Warum schreiben trotzdem so viele „kaltgepresst“?

Weil der Begriff bekannter ist und sich über Jahrzehnte als Qualitätsbegriff etabliert hat – auch wenn moderne Ölmühlen meist anders arbeiten.

Ist kalt extrahiertes Olivenöl natürlich?

Ja. Es handelt sich ebenfalls um ein rein mechanisches Verfahren – ohne chemische Zusätze.

Kann kalt extrahiertes Olivenöl zum Braten verwenden werden?

Ja. Hochwertiges natives Olivenöl extra eignet sich grundsätzlich auch zum Kochen und Braten, solange extreme Temperaturen vermieden werden.


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